Beratungsbedarf besteht bei den Versicherten am häufigsten zu den Themen Pflegegeld und Hilfsmittel. Zudem benötigen sie oft Unterstützung, um Leistungen der Pflegeversicherung zu beantragen.
Bekanntheit verbessern
Neben der positiven Bewertung gibt es auch Potenzial zur Weiterentwicklung: So müssen Sichtbarkeit und Bekanntheit der Angebote weiter steigen. Insbesondere Menschen mit Migrationshintergrund geben häufig an, das Angebot der Pflegeberatung nicht zu kennen. Außerdem werden digitale Angebote noch wenig genutzt und einzelne Themen wie Gesundheitsförderung und Prävention in der Beratung bislang selten angesprochen.
Beratungsbesuche für Pflegegeldbeziehende
Die regelmäßigen Beratungsbesuche in der Häuslichkeit nach § 37 Absatz 3 SGB XI für Personen, die Pflegegeld beziehen, werden hauptsächlich von ambulanten Pflegediensten durchgeführt. Die Versicherten bewerten diese Beratungsbesuche sehr positiv. In rund 94 Prozent der Fälle konnten alle Fragen der Versicherten direkt beantwortet werden. Bei einem geringen Teil der Besuche, rund zwei Prozent, wurde eine nicht sichergestellte Pflege festgestellt. Ein häufiger Grund hierfür ist eine Überlastung pflegender Angehöriger. Um den pflegebedürftigen Versicherten und ihren Angehörigen frühzeitig Unterstützung anzubieten, empfiehlt der Bericht eine engere Vernetzung der Beratungsbesuche mit der Pflegeberatung durch die Pflegekassen. (yve)
Den Bericht finden Sie hier.