Institutionen im Gesundheitswesen

Einnahmen und Ausgaben: der GKV-Schätzerkreis

September 2016

Alljährlich im Herbst rücken sie in den Fokus der Aufmerksamkeit: die Beitragssätze der gesetzlichen Krankenkassen für das Folgejahr. Diese ergeben sich auch aus den Prognosen eines weitgehend unbekannten Gremiums, des GKV-Schätzerkreises.

Der Schätzerkreis wird beim Bundesversicherungsamt gebildet und setzt sich aus Fachleuten des Bundesministeriums für Gesundheit, des Bundesversicherungsamts sowie des GKV-Spitzenverbandes zusammen. Weitere Experten und Sachverständige sind in beratender Funktion tätig.

Bis zum 15. Oktober prognostiziert der Kreis für das laufende und das Folgejahr die Höhe der beitragspflichtigen Einnahmen der Mitglieder, der Einnahmen des Gesundheitsfonds und der Ausgaben der Krankenkassen sowie die Zahl der Versicherten und Mitglieder der Krankenkassen.

Aufeinandergestapelte Münzen

Die Schätzung dient als Grundlage für die Festlegung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes, für die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds und für die Durchführung des Einkommensausgleichs. Sie bildet darüber hinaus einen Orientierungsrahmen für die Haushaltsplanung der Krankenkassen.

Die Ergebnisse jeder Sitzung werden sowohl in einem Schätztableau als auch einem Bericht dargestellt. Kann kein einvernehmliches Ergebnis erzielt werden, werden unterschiedliche Einschätzungen und Bewertungen dokumentiert.