Pflegedokumentation

Schneller und besser dokumentieren – per Spracheingabe?

Februar 2026

Die Dokumentation wird von Pflegefachpersonen als großer Zeitfaktor angegeben. Das Kompetenzzentrum Digitalisierung und Pflege beim GKV-Spitzenverband hat analysiert, welches Potenzial zur Verbesserung von Dokumentationszeit und -qualität in sprachgestützten Systemen steckt und wovon ein erfolgreicher Einsatz abhängt.

Pflegekräfte entlasten – das kann dank passender Technologien gelingen, wenn gewisse Rädchen ineinandergreifen. Zu diesem Ergebnis kommt die wissenschaftliche Analyse des Kompetenzzentrums. In ihr zeigt sich auch das Potenzial dieser Systeme: 93 Prozent der berücksichtigten Studien und Berichte weisen grundsätzlich auf Zeiteinsparungen hin. Dort, wo sie messbar waren, lagen sie zwischen 18 und 60 Minuten pro Schicht. In gut einem Drittel der Fälle verbesserte sich auch die Qualität der Dokumentation: Diese sei verständlicher, vollständiger und detaillierter.

Eine Pflegekraft benutzt ein Smartphone

Faktoren für eine erfolgreiche Umsetzung

Um die Potenziale nutzen zu können, muss zunächst die Technik stabil funktionieren: Eine verlässliche Internetverbindung, ausreichende Geräteausstattung und Schnittstellen zu bestehenden Systemen sind unerlässlich. Auch Datenschutzfragen müssen geklärt sein. Mindestens ebenso wichtig ist es, Mitarbeitende frühzeitig einzubinden und sie im Umgang mit den Anwendungen zu unterstützen und zu schulen. Strukturell bedarf es weiterer Anstrengungen, um an der kontinuierlichen Verbesserung der Systeme zu forschen, Transparenz und Finanzierung sicherzustellen und die beteiligten Akteure zu vernetzen. (hor)

Der vollständige Bericht zur Analyse sprachgestützter Pflegedokumentationssysteme wird in Kürze auf der Website des Kompetenzzentrums Digitalisierung und Pflege veröffentlicht.

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