Pflege

Prävention und Gesundheitsförderung in der Pflege – neue Forschungsvorhaben

März 2018

Mit der steigenden Anzahl pflegebedürftiger Menschen in unserer Gesellschaft gewinnen auch die Themen Prävention und Gesundheitsförderung als Aufgaben der Pflege zunehmend an Bedeutung. Gemeint sind hier Maßnahmen, die dazu beitragen, den Gesundheitszustand von Pflegebedürftigen aufrechtzuerhalten oder eine Pflegebedürftigkeit zu vermeiden bzw. hinauszuzögern. Über die Möglichkeiten und die Wirksamkeit präventiver und gesundheitsförderlicher Maßnahmen in der Pflege ist bislang jedoch wenig bekannt. Hier setzen drei neue Forschungsvorhaben aus der Forschungsstelle Pflegeversicherung an.

Mit der Studie „Bestandsaufnahme von zielgruppenspezifischen präventiven und gesundheitsförderlichen Bedarfen, Potentialen und Interventionsmaßnahmen in der ambulanten Pflege“ sollen - zunächst für den ambulanten Bereich – aus der Gesamtheit der pflegebedürftigen Menschen spezielle Zielgruppen für Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention in der Pflege identifiziert und beschrieben werden. Darauf aufbauend erfolgt eine Recherche und Bewertung der Wirksamkeit entsprechender Interventionsmaßnahmen.

Die Studie „Gesundheitsverläufe im Alter: Wege in die Pflegebedürftigkeit“ befasst sich mit der Frage, wie Pflegebedarf entsteht. In diesem Zusammenhang werden die Bedeutung und das Zusammenspiel unterschiedlicher gesundheitlicher, sozialer und sozioökonomischer Faktoren für den Eintritt der Pflegebedürftigkeit bei verschiedenen Bevölkerungsgruppen untersucht. Es sollen Personengruppen, die ein erhöhtes Risiko für Pflegebedürftigkeit aufweisen, und Maßnahmen, die den Eintritt in die Pflegebedürftigkeit vermeiden bzw. verzögern können, identifiziert werden.

Gespräch im Pflegeheim

Die Studie „Präventive Versorgungsstrukturen für versorgende Angehörige von Menschen mit Demenz (PfADe)“ befasst sich mit der gesundheitlich sehr belasteten Gruppe der pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz. Für diese Zielgruppe sollen präventiv-entlastende Unterstützungsmaßnahmen innerhalb bestehender regionaler Versorgungs- und Beratungsstrukturen skizziert werden. Grundlage dafür sind die spezifischen Belastungs- und Versorgungssituationen, die bei der häuslichen Betreuung von Menschen mit Demenz auftreten. Diese sollen im Rahmen der Studie - unter besonderer Berücksichtigung von Merkmalen der sozialen Lage - untersucht und beschrieben werden.

Die Ergebnisse der drei Studien sollen dazu beitragen, geeignete Konzepte zur Prävention und Gesundheitsförderung in unterschiedlichen Pflegesettings und für spezielle Zielgruppen zu entwickeln. Weitere Informationen finden Sie in Kürze hier.