Versorgungsforschung

Nutzung im Forschungsdatenzentrum (FDZ) Gesundheit nimmt Fahrt auf

Mai 2026

Nach langer Entwicklungsphase ist das Forschungsdatenzentrum Gesundheit – FDZ - im Oktober letzten Jahres ans Netz gegangen. Mit der Aufnahme des Betriebes beim FDZ Gesundheit ist ein Meilenstein geschafft. Erstmalig ist ein Großteil der Abrechnungsdaten der gesetzlichen Krankenkassen für gemeinwohlorientierte Nutzungszwecke auswertbar.

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) schafft die Basis für das FDZ Gesundheit zum einen durch das Bereitstellen ihrer umfassenden Abrechnungsdaten über die Datensammelstelle im GKV-Spitzenverband und zum anderen dadurch, dass sie das Forschungsdatenzentrum finanziert.

Erste Anträge aus der GKV liegen vor

Der GKV-Spitzenverband hat diese neue Möglichkeit früh genutzt. Der erste vom FDZ Gesundheit abschließend bearbeitete Antrag stammt vom GKV-Spitzenverband. Dabei wurden im Bereich psychischer Erkrankungen und Verhaltensstörungen versorgungsbezogene Strukturen analysiert, um Rückschlüsse für die Anwendung von digitalen Gesundheitsanwendungen zu ziehen. Weitere Anträge befassen sich beispielsweise mit dem Telemonitoring bei Herzinsuffizienz, Alkoholvergiftungen bei Kindern und Jugendlichen und neue Behandlungsarten im Bereich Kardiologie.

Eine Frau sitzt vor einem Laptop und tippt mit einer Hand auf einem Taschenrechner

Transparenz über Antragszahlen

Insgesamt sind, Stand April 2026, gut 100 Institutionen beim FDZ Gesundheit als mögliche Antragsteller registriert. Von diesen wurden bisher ca. 65 Anträge eingereicht. Abschließend bearbeitete Anträge werden nach Ablauf der Widerspruchsfrist vom FDZ Gesundheit in einem öffentlichen Antragsregister gelistet. Dort finden sich derzeit zwei Anträge.

Ziel der Bundesregierung ist, dass bis Ende des Jahres 2026 mindestens 300 Forschungsvorhaben unter Nutzung von Daten aus dem Forschungsdatenzentrum durchgeführt beziehungsweise initiiert werden. (mra)

Das könnte Sie auch interessieren ...

Bleiben Sie auf dem Laufenden