GKV-Bündnis für Gesundheit

teamw()rk: Gesundheitsförderung speziell für Arbeitslose

Juli 2026

Das Präventionsprogramm „teamw()rk für Gesundheit und Arbeit“ soll die gesundheitliche Situation arbeitsloser Menschen verbessern. Aktuell nehmen bundesweit 192 Jobcenter und 11 Agenturen für Arbeit an dem Programm teil. Mit den Maßnahmen des Programms wurden im Jahr 2024 über 37.000 arbeitslose Menschen erreicht. Von Juni 2026 bis Dezember 2028 begleitet die Prognos AG das Programm aus wissenschaftlicher Perspektive und evaluiert Strukturen und Prozesse.

Zugang zu den arbeitslosen Menschen

Arbeitslose Menschen können über klassische gesundheitsförderliche Maßnahmen wie Präventionskurse der Krankenkassen nur schwer erreicht werden. Das Programm teamw()rk ermöglicht den Zugang über Jobcenter und Agenturen für Arbeit. In individuellen Beratungsgesprächen ermutigen Mitarbeitende die arbeitslosen Menschen, sich für die eigene Gesundheit zu engagieren. Sie motivieren sie, auf freiwilliger Basis an bedarfsorientierten Angeboten der Gesundheitsförderung und Prävention teilzunehmen. Arbeitsförderungsmaßnahmen werden mit Angeboten der Krankenkassen sowie wohnortnahen Angeboten in der Lebenswelt Kommune verzahnt (z. B. von Suchtberatungsstellen, Sportvereinen, Bürgertreffs).

Förderung des GKV-Bündnisses für Gesundheit

teamw()rk wird seit 2017 nach § 20a SGB V durch die Krankenkassen im Rahmen des GKV-Bündnisses für Gesundheit gefördert. Kooperationspartner auf Bundesebene sind der GKV-Spitzenverband (für das GKV-Bündnis für Gesundheit), die Zentrale der Bundesagentur für Arbeit, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städtetag.

Mehrere Hände pflanzen gemeinsam eine Erdbeerpflanze in die Erde ein

Die Förderung umfasst sowohl verhältnis- als auch verhaltenspräventive Maßnahmen. Zu den verhältnispräventiven Maßnahmen gehören insbesondere koordinierende, struktur- und prozessfördernde Tätigkeiten der beauftragten Programmkoordinationen. Die verhaltenspräventiven Maßnahmen beinhalten kostenfreie, niederschwellige und bedarfsorientierte Angebote der Gesundheitsförderung und Prävention für die arbeitslosen Menschen u. a. zu den Themen Bewegungsförderung, Ernährung und psychische Gesundheit.

Inhalte und Ziele der wissenschaftlichen Begleitung

Der Schwerpunkt der Programmumsetzung ist seit dem Jahr 2026 die Verstetigung der seit vielen Jahren aufgebauten Strukturen und Prozesse (u. a. Steuerungsgremium, kommunale Netzwerke, eingebundenes Unterstützungssystem). Im Rahmen einer Struktur- und Prozessevaluation soll untersucht werden, ob und in welchem Umfang die Verstetigung an den teilnehmenden Standorten gelungen ist. Dabei wird nicht nur die Frage nach dem Status quo der Verstetigung beantwortet, sondern die Evaluation liefert auch vertiefende Erkenntnisse zur Frage, wie diese Verstetigung stattgefunden hat bzw. weiter verbessert und unterstützt werden kann. Die Wirkungsanalyse soll demgegenüber auf individueller Ebene ansetzen und die Wirkungen des Programms auf die arbeitslosen Menschen – deren Gesundheitsverhalten, gesundheitsbezogene Lebensqualität, soziale Teilhabe und Chancen auf Arbeitsmarktintegration – untersuchen.

Anhand der Erkenntnisse der Evaluation werden Best-Practice-Beispiele für eine gelungene Verstetigung erarbeitet sowie konkrete Praxishilfen für die teamw()rk-Standorte entwickelt, z. B. für kommunale Akteure. Darüber hinaus werden die Erkenntnisse für die Weiterentwicklung des Programms genutzt. (jun)

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