Anstiege in allen Bereichen
Der Bruttoumsatz bei Fertigarzneimitteln legte im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls um 3,2 Prozent zu. Innerhalb dieser Kategorie bleiben Immunsuppressiva mit Ausgaben von ca. 8 Milliarden Euro weiterhin die umsatzstärkste Arzneimittelgruppe (siehe Tabelle 5 GAmSi-Bericht Bund), wobei der Bruttoumsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken ist.
Dabei ist die Verteilung der Kosten auf den Gesamtmarkt nicht gleichmäßig: Den größten Kostenblock stellen die nicht-generikafähigen Fertigarzneimittel, also patentgeschützte Präparate sowie bspw. Impfstoffe dar. Sie machten im Jahr 2025 57,5 Prozent der Gesamtkosten aus, obwohl ihr Anteil an den verordneten Tagesdosen lediglich 10,9 Prozent betrug (siehe Abbildung 3 GAmSi-Bericht Bund).
Immunsuppressiva weiterhin auf Platz 1 der Ausgaben
Im Bereich der 30 umsatzstärksten therapeutischen Untergruppen von Fertigarzneimitteln nach ATC-Klassifikation (siehe Tabelle 5 im GAmSi-Bericht Bund) gab es nur wenige Veränderungen: Die Top 10 blieben unverändert; mit großem Abstand belegen die Immunsuppressiva (ATC L04) weiterhin den ersten Rang, gefolgt von Antidiabetika.
Auch im Bereich der Nicht-Fertigarzneimittel wurden Zuwächse verzeichnet: Der Umsatz stieg um rund 3 Prozent auf etwa 10,4 Milliarden Euro. Der Anteil an den Gesamtausgaben blieb dabei stabil bei 16,4 Prozent. Einen bedeutenden Anteil daran haben parenterale Zubereitungen, die mit rund 6 Milliarden Euro bzw. 9,4 Prozent einen wesentlichen Teil des Gesamtumsatzes ausmachen.
Weitere Kennzahlen und detaillierte Informationen zu den einzelnen Arzneimittelgruppen sind in den monatlichen Schnellinformationen sowie in den konsolidierten Quartalsberichten auf der GAmSi-Website verfügbar. (amm)