Gamsi-Telegramm

Ausgabensteigerung bei Arzneimitteln: im Jahr 2017 moderat

März 2018

Die GKV-Ausgaben für Arznei- und Verbandmittel (ohne Impfstoffe) sind nach der GKV-Arzneimittelschnellinformation (GAmSi) mit Stand 19.03.2018 im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent gestiegen. Sie belaufen sich auf den Bruttoumsatz von 44,1 Mrd. Euro. Die Zuzahlungen der GKV-Versicherten betrugen 2,3 Mrd. Euro. Dabei sind die gesetzlichen Abschläge* mit 2,5 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent gesunken.

Im Segment der Nicht-Fertigarzneimittel hatten die parenteralen Zubereitungen mit 3,7 Mrd. Euro die höchsten Umsätze. Im Fertigarzneimittelmarkt stellen Immunsuppressiva (Arzneimittel zur Beeinflussung des Immunsystems) mit 4,8 Mrd. Euro und einem Plus von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr die umsatzstärkste Arzneimittelgruppe dar. Der Umsatz antiviraler Mittel (insbesondere zur Behandlung von HIV- und Hepatitis-Erkrankungen) ist im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro gesunken.

Diese und weitere Kennzahlen und Details zu den genannten Arzneimittelgruppen werden in den monatlichen Schnellinformationen und in den konsolidierten Berichten zum Quartalsende auf der GAmSi-Website veröffentlicht.

Nähere Informationen erhalten Sie unter www.gamsi.de.

* Berücksichtigt sind Apothekenabschläge nach § 130 Abs. 1 SGB V und Herstellerabschläge nach § 130a SGB V. Rabatte nach § 130a Abs. 8 SGB V und § 130c SGB V sind nicht enthalten.