Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychosomatik

Studie zur Personalausstattung auf gutem Weg

März 2018

Die Messlatte ist hoch gelegt: In 120 stationären Einrichtungen der Psychiatrie, Kinder-und Jugendpsychiatrie und Psychosomatik werden in den nächsten Monaten vor Ort Personalausstattung und Tätigkeiten der behandelnden Berufsgruppen erhoben. Nur mit dieser hohen Anzahl kann angesichts der sehr heterogen organisierten Einrichtungen die Repräsentativität der Studie gewährleisten werden.

Eine Herkulesaufgabe, die eine Wissenschaftlergruppe um Prof. Hans-Ulrich Wittchen von der Gesellschaft für Forschungs- und Wissenstransfer der Technischen Universität Dresden mbH (GWT-TUD) im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses übernommen hat. Hintergrund ist die Einführung einer neuen Richtlinie zur Personalausstattung 2020. Die Studie ist dabei einer von mehreren Bausteinen. Und sie ist auf einem guten Weg: Die Vorstudie zur Definition einer Grundgesamtheit ist beendet, die Instrumente sind entwickelt und die Stichprobenziehung ist erfolgt. Zurzeit führen die Feldteams der GWT-TUD vor Ort Interviews durch. Gleichzeitig gibt das Personal via Smartphone an zwei bis drei Arbeitstagen seine Tätigkeiten ein.

Ärztin und Patientin in der Psychiatrie (Symbolbild)

Krankenhäuser und Verbände haben den Studienprozess kritisch begleitet. Insbesondere die Frage der Anonymität der Krankenhäuser und wie sie gewährleistet ist stand dabei im Fokus. Nachdem die Bedenken ausgeräumt werden konnten, beteiligen sich die Einrichtungen aktiv an der Studie – auch sie haben Interesse zu zeigen, wie sich die heutige Versorgungs- und Therapierealität darstellt. Denn solche Vor-Ort-Daten fehlen seit der Erstellung der Psychiatrie-Personalverordnung vor 25 Jahren. Die Ergebnisse der Studie werden im Dezember 2018 erwartet.